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Während der sowjetischen Besatzung nach 1945 wurde der Orden verboten, dessen Mitglieder verfolgt und die Güter verstaatlicht. Der Orden lebte aber im deutschen Exil unter habsburgischem Magistrat weiter, nachdem er dort von General Hugó vitéz Sónyi reorganisiert worden war . Mindestens 600.000 Ungarn wurden während der Diktatur deportiert, von denen etwa die Hälfte nicht zurückkehrte. Viele entkamen in den Westen. Die Mitglieder des Vitézi Rend waren religiös und patriotisch gesinnt und als tapfere Soldaten bekannt. Das machte sie in den Augen der Kommunisten in dreifacher Hinsicht zu Klassenfeinden.
Verdienstkreuz in Gold Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Europa wurde der Vitéz-Orden reaktiviert. Allerdings entstanden 1997, nach dem Ende des habsburgischen Magistrats, w egen der unklaren Gesetzeslage in Ungarn zahlreiche Splittergruppen. Dessen ungeachtet setzt der Orden seine Arbeit fort, indem er weiterhin hervorragende Leistungen honoriert, karitativ tätig ist und neue Mitglieder aufnimmt. Beispielsweise nahm er auch jene auf, die gegen die sowjetische Invasion und Besetzung von 1956 gekämpft hatten. Der Orden stützt sich nach wie vor auf die Grundlage der Vererbung (etwa 90% der Mitglieder) und geniesst weltweit bei allen ungarischen Emigranten hohes Ansehen. Die Bedeutung des Ordens darf hinsichtlich des ungarischen Nationalgefühls nicht unterschätzt werden. Seine Mitglieder müssen sich als aufrechte Bürger beweisen und ein vorbildliches und beispielhaftes Leben führen.
Trotz seiner geschichtlichen Ausrichtung trägt der Vitéz-Orden der modernen Gesellschaft Rechnung. So halten sich innerhalb des Ordens die konservativen und liberalen Kräfte die Waage. Die Vererbung und die ritterliche Tradition symbolisieren dabei das konservative Element, die Titel und Abzeichen, die für alle Ränge und Klassen, ob militärisch oder zivil, gleich sind, das liberale. 1962 erreichte Josef August vitéz von Habsburg-Lothringen, dass der Vitézi Rend von der Internationalen Kommission für Ritterorden (I.C.O.C.) anerkannt wurde.
Die Insignie des Ordens zeigt das Wappen Ungarns mit der Stefanskrone, umrahmt mit Eichenzweigen auf der linken und Ähren auf der rechten Seite. Das ganze Wappen liegt auf einem blau emaillierten Schild, dessen oberer Teil von einer hinter der Krone aufgehenden weißen, golden strahlenden Sonne bedeckt ist. Das Wappen selbst ist hälftig von einem aufrecht stehenden Schwert überdeckt, das mit dem Griff über das Wappen hinaus bis an das untere Ende des Abzeichen reicht. Ein goldenes Schwert zeigt, dass der Ritter aufgrund seiner herausragenden Leistungen aufgenommen wurde, ein silbernes Schwert bedeutet Aufnahme aufgrund der Vererbung des Titels.
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